Private Krankenversicherung absetzen in 2018

Private Krankenversicherung absetzen

Wer die Private Krankenversicherung absetzen möchte, sollte im Vorfeld wissen, wo genau er sie in der Steuererklärung einsetzen sollte. Steuerlich sind die Beiträge voll absetzbar und zwar sind diese innerhalb der Vorsorgeaufwendungen anzugeben. Neben der PKV eignen sich auch andere Versicherungen zum Absetzen in der Steuererklärung. Welche dies sind und wie sich dies bei Selbständigen oder Freiberuflern gestaltet, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Auch hier können Sie sich beraten lassen, um den Höchstbetrag in 2018 steuerlich absetzen zu können. Dabei stehen auch die aktuellen Testsieger im Vergleich. 

Private Krankenversicherung absetzen 2018

Seit Januar 2010 gilt das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz mit dessen Hilfe sich neben der Privaten Krankenversicherung auch weitere Versicherungen von der Steuer absetzen lassen. Hierbei kommt es stets darauf an, ob man Angestellter oder Selbständiger ist, da man den Arbeitgeberanteil nicht versteuern kann. Wichtig ist, dass in jedem Fall eine Bescheinigung nach Paragraph 10, Absatz 1, Nummer 3 des Einkommensteuergesetzes vorhanden ist. Dieses ist, ebenso wie Kontoauszüge, welche die Beitragszahlungen belegen, eine Grundvoraussetzung.

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Dies müssen Sie als Angestellter beachten

Ist man als Angestellter tätig, werden ausschließlich die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung über die Steuer abgesetzt, die man selbst gezahlt hat. Der Anteil des Arbeitgebers lässt sich dagegen nicht versteuern. Es ist dabei unerheblich, ob man der privaten Krankenkasse angeschlossen ist, oder der gesetzlichen. Wichtig ist, dass man die Beiträge zur Pflegeversicherung und zur Krankenversicherung separat aufführt. Wie hoch die jeweiligen Kosten ausfallen, lässt sich anhand der Beitragszahlungen feststellen, in denen dies schriftlich festgehalten ist.

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Beiträge für Selbständige sind voll absetzbar

Selbständige und Freiberufler die ihre Krankenkassenbeiträge vollständig selbst tragen müssen, können diese auch bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Sie können die Beiträge entweder innerhalb der Vorsorgeaufwendungen geltend machen, oder wahlweise die Werbungskosten nutzen und die Versicherungen innerhalb eines Pauschalbetrages absetzen. Selbständige haben außerdem das Recht, eine höhere Summe an Versicherungsbeiträgen von der Steuer abzusetzen.

Wie absetzbar sind die Beiträge für Beamte

Für Beamte gelten die gleichen Grundsätze wie bei Angestellten. Auch die Höhe des Maximalbetrages geht mit dem Bürgerentlastungsgesetz und den darin festgelegten Grenzen für Angestellte konform. Da Beamte zusätzlich das Anrecht auf Beihilfe haben, ist es für sie ohnehin einfacher, die Beiträge zu zahlen und die private Krankenversicherung zu unterhalten. Dementsprechend sind die Beiträge innerhalb des Vorsorgeaufwandes einzutragen, wo auch andere Versicherungen ihren Platz haben.

Mehr zum Thema PKV für Beamte hier. 

Wer selbständig ist, darf mehr absetzen

Die Maximalgrenze der absetzbaren Versicherungsbeiträge beträgt für Angestellte und Beamte insgesamt 1.900 Euro. Wer dagegen selbständig ist, darf bis zu 2.800 Euro geltend machen. Es werden nicht nur die private Krankenversicherung abgesetzt, sondern auch andere private Versicherungen, wie beispielsweise die Privathaftpflicht, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung und Risikolebensversicherungen. Jedoch muss man beachten, dass alle Beiträge, die über das Limit hinausgehen, nicht vom Finanzamt berücksichtigt werden.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung

Lehrer nehmen in der Regel den Beamtenstatus ein. Für sie ist ein Betrag von 1.900 Euro absetzbar. Ist jemand in einem Unternehmen fest eingestellt, setzt er seine Beiträge in den Vorsorgeaufwänden ab und kann bis zu 1.900 Euro eintragen. Ein Freiberufler, der keine feste Anstellung genießt, aber auch keinen Beamtenstatus inne hat, darf bis zu 2.800 Euro eintragen. Er lässt dies jedoch überwiegend über die Werbungskosten laufen. Allerdings sollte man hierbei bemerken, dass Selbständige oftmals mehr Versicherungen abschließen müssen, als Angestellte oder Beamte.

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Wo eintragen in Computerprogrammen

Für die Erstellung der Einkommensteuererklärung gibt es bestimmte Programme auf dem Markt, die den Menschen unterstützend unter die Arme greifen. Elster ist ein vom Finanzamt frei verfügbares Programm. Die Wiso-Steuer muss man hingegen bezahlen, sie ist jedoch häufig leichter zu bedienen. In beiden Fällen lässt sich der Versicherungsbeitrag dort eintragen, wo er für gewöhnlich niedergelegt wird: Bei Elster direkt im Formular, bei der Wiso-Software wird man direkt nach Versicherungen gefragt, die man absetzen möchte. Das Programm erledigt alles weitere selbständig.

Wo kann man die Kosten fürs Kind absetzen

Gewöhnlich sind Kinder bereits in den Beiträgen der privaten Krankenversicherung berücksichtigt, sofern die Krankenkasse die Versicherung der Kinder unterstützt. Daher muss man diese Beiträge nicht gesondert aufstellen, sondern kann sie mitsamt der Beiträge geltend machen, die man ohnehin abzusetzen versucht. Abgesehen davon sind solche Posten für gewöhnlich innerhalb der Belege aufgeführt und erfordern keiner gesonderten Deklarierung. Das gleiche gilt übrigens, sofern eine Anwartschaft eines Soldaten vorliegt. Dies muss nicht extra angegeben werden.

Kann man auch Rechnungen absetzen

Immer wieder kommt die Frage auf, ob man ärztliche Rechnungen ebenfalls absetzen kann. In der Regel empfehlen die Steuerprogramme, Arztrechnungen und Privatrezepte mit in die Steuererklärung aufzunehmen. Diese werden jedoch ebenfalls separat eingetragen und haben mit der Angabe der Krankenkassenbeiträge direkt nichts zu tun, sondern werden gesondert behandelt. Im Regelfall übernimmt das Finanzamt die wenigsten Arztrechnungen. Dennoch empfehlen die Programme, jede einzelne Arztrechnung aufzuführen.

Weitere Informationen zum Thema PKV Aachen hier. 

Zusatzversicherungen in der Steuererklärung absetzen

Zusatzversicherungen, wie sie innerhalb der letzten Jahre immer öfter sind, lassen sich nicht in der Steuererklärung absetzen. Sie gehören nicht zur Grundversorgung eines Menschen, sondern sind als zusätzliche Hilfe gedacht. Allerdings empfehlen die meisten Steuer-Programme, auch diese Versicherungen geltend zu machen, sofern der Höchstsatz noch nicht überschritten ist. Das Finanzamt entscheidet schließlich selbständig, ob es die Versicherungen ebenfalls absetzt, oder sie außen vor lässt.

Die Situation 2016 in Österreich

Auch in Österreich ist es möglich, die gezahlten Beiträge für die private Krankenversicherung in der Einkommensteuererklärung abzusetzen. Diese sind in der Steuererklärung an entsprechenden Stellen einzutragen. Dies sind häufig die Sonderausgaben. Innerhalb dieser lassen sich in Österreich auch Zusatzversicherungen eintragen, die allerdings dort eher zum Luxus gehören, da die zu zahlenden Beiträge eher hoch ausfallen. In der Regel ist es in Österreich jedoch problemlos möglich, die Krankenkassenbeiträge von der Steuer abzusetzen.

Private Krankenversicherung absetzen

In den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2014 war es möglich, durch das Bürgerentlastungsgesetz die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung absetzen zu können. Vorteilhaft ist dies für Mitglieder der PKV, die vor allem selbständig sind. Denn sie haben das Anrecht, eine höhere Summe von der Steuer abzusetzen. Generell werden die Beiträge in den Vorsorgeaufwendungen eingetragen. Die reguläre Höhe der absetzbaren Versicherungen beträgt bei Angestellten und Beamten 1.900 Euro, bei Selbständigen geht sie bis zu 2.800 Euro.

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Quellen: