Private Krankenversicherung Jahresarbeitsentgeltgrenze 2016

In die Private Krankenversicherung können nur Arbeitnehmer wechseln, wenn sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten. Die Höhe des Jahresarbeitsentgelt wird jährlich für die privaten angepasst. Andernfalls muss der Versicherte von der Versicherungspflicht befreit sein, um sich privat zu versichern, was auch im SGB festgesetzt ist. Was es mit der Beitragsbemessungsgrenze auf sich hat und unter welchen Voraussetzungen man noch in die PKV wechseln kann, haben wir nachfolgend einmal zusammengefasst. Die neue Grenze für 2016 liegt bei 56.250 Euro pro Jahr.

Die Voraussetzungen für den Wechsel in die Private Krankenversicherung 2016

Um in die private Krankenversicherung wechseln zu können, ist die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen erforderlich. Mit dazu gehört:

  • Höchstalter von 55 Jahren
  • Beamte oder Beamtenanwärter
  • Selbständige und Freiberufler
  • Studenten oder Studentinnen
  • Angestellte, welche die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 56.250 Euro (2016) überschreiten

Verdienen Angestellte mehr als 54.900 Euro, ist ein Wechsel in die Private Krankenversicherung in Erwägung zu ziehen. Allerdings sollte hierbei gesichert sein, dass zukünftig eine Lohnerhöhung abzusehen ist. Da die Jahresarbeitsentgeltgrenze (kurz JAEG) für die private Krankenversicherung jährlich angehoben wird, droht andernfalls ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse.

Ein paar Infos zur Versicherungspflicht

Die Versicherungspflicht besteht laut Paragraph 5 des SGB, in dem festgesetzt ist, dass Angestellte und Arbeiter, sowie Azubis sich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern haben. Innerhalb der Krankenversicherung ist eine Versicherungspflichtgrenze festgesetzt, welche nur dann ausgesetzt wird, wenn der Verdienst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. In diesem Fall steht es jedem frei, einen Wechsel in die private Krankenversicherung zu vollziehen, wobei gesichert sein sollte, dass das regelmäßige Jahresentgelt im Laufe des Jahres ansteigt.

Besondere und allgemeine Grenze – Zwei Varianten

Bei der Jahresarbeitsentgeltgrenze gibt es zwei Varianten:

  • Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 2015
  • Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze 2015

Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze setzt der Gesetzgeber jährlich neu fest, während die besondere Jahresentgeltgrenze für Arbeitnehmer gilt, welche bereits zum 31.12.2002 privatversichert waren und somit als versicherungsfrei gelten. Sollte er sich zwischenzeitlich gesetzlich krankenversichert haben, besitzt er dennoch die Vorteile der besonderen Jahresarbeitsentgeltgrenze, nach der er sich richten kann. Der Sinn: Der Zugang zur PKV sollte mittels der Unterschiede erschwert werden, weil die Anhebung zum Jahreswechsel sehr hoch gesetzt war.

Die Höhe der Jahresarbeitsentgeltgrenzen

Die Höhe der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt 2015 bei 54.900 Euro für Angestellte. Die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze ist bei 49.500 Euro angesiedelt. Um sich ein noch besseres Bild zu machen: Vor 2015 lag die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 53.550 Euro, die besondere bei 49.500 Euro. Anhand dieser beiden Werte ist es möglich, sich einen Eindruck davon zu vermitteln, ob ein Wechsel wirklich sinnvoll ist. Denn wer hinterher wieder in die GKV zurück muss, genießt dann wiederum weniger Vorzüge. Ein Wechsel sollte gut durchdacht sein.

Die Vorteile des Wechsels in die PKV

Wer 2015 in die private Krankenversicherung wechselt und die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, dem winken einige Vorteile im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse. Die private Krankenversicherung bietet ihren Versicherten nicht nur mehr Leistungen, sondern auch ein größeres Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Weitere Vorteile:

  • größerer Hilfs- und Heilmittelkatalog
  • Übernahme von Behandlungen im Ausland
  • Wahl zwischen Ein- und Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Chefarztbehandlung
  • freie Arztwahl

Besonders was den letzten Punkt angeht, sind Privatversicherte immer im Vorteil gegenüber gesetzlich Versicherten. Durch diesen Vorteil genießen sie über die Private Krankenversicherung die Freiheit, sich dort behandeln zu lassen, wo sie es als richtig erachten und müssen keine Rücksicht darauf nehmen, ob ihr Allgemeinmediziner sie zu einem Spezialisten schickt.

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Die besten Krankenkassen 2016

Für 2015 liegt zwar kein aktueller Test für die private Krankenversicherung vor, doch haben sich zahlreiche Testinstitute und Fachzeitschriften mit diesem Thema befasst. Die Stiftung Warentest überprüfte 2014 die aktuellen Versicherungen für Angestellte, Beamte und Selbständige und konnte somit eine gute Übersicht zu den Angeboten vermitteln. Einkalkuliert wurde hierbei eine Selbstbeteiligung (nachfolgend kurz als SB genannt) von höchstens 1.000 Euro. Die Testergebnisse waren für die Private Krankenversicherung in allen drei Kategorien wie folgt:

Angestellte:

  • 1. Huk-Coburg – 441 Euro – 600 Euro SB – sehr gut (1,4)
  • 2. Provinzial Hannover – 436 Euro – 450 Euro SB – sehr gut (1,5)
  • 3. Nürnberger – 439 Euro – 600 Euro SB – gut (1,8)
  • 4. Gothaer – 470 Euro – 500 Euro SB – gut (2,1)
  • 5. Debeka – 502 Euro – 400 Euro SB – gut (2,2)

Beamte:

  • 1. Concordia – 196 Euro – sehr gut (0,5)
  • 2. Huk-Coburg – 207 Euro – sehr gut (1,2)
  • 3. Debeka – 219 Euro – gut (1,8)
  • 4. Pax-Familienfürsorge – 225 Euro – gut (2,1)
  • 5. Alte Oldenburger – 236 Euro – gut (2,3)

Selbständige:

  • 1. Provinzial Hannover – 395 Euro – 900 Euro SB – sehr gut (1,5)
  • 2. Bayerische Beamten-Krankenkasse – 422 Euro – 900 Euro SB – gut (1,7)
  • 3. Huk-Coburg – 476 Euro – 600 Euro SB – gut (1,8)
  • 4. HanseMerkur – 442 Euro – 1.000 Euro SB – gut (2,1)
  • 5. UKV – 453 Euro – 900 Euro SB – gut (2,1)

Anhand dieser Werte ist bereits ein guter Überblick zu den aktuellen Tarifen möglich. Es ist jedoch empfehlenswert, sich beim Erreichen der Jahresarbeitsentgeltgrenze 2016 noch die anderen Tests anzusehen.

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Aktuelle Ergebnisse von DISQ

Der Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität stammt aus dem Jahr 2015 und untermauert die Ergebnisse der Stiftung Warentest. Innerhalb der Studie wurden insgesamt 20 Anbieter auf Service und Leistung überprüft. 2015 konnten folgende Ergebnisse ermittelt werden:

  • 1. Barmenia – sehr gut
    2. Deutscher Ring – gut
    3. Münchener Verein – gut
    4. Gothaer – gut
    5. SDK – gut
    6. AXA – gut
    7. Debeka – gut
    8. Hallesche – gut
    9. Huk-Coburg – gut
    10. DKV – gut
    11. Universa – gut
    12. LKH – gut
    13. Signal Iduna – gut
    14. Inter – gut
    15. Allianz – befriedigend
    16. Central – befriedigend
    17. Continentale – befriedigend
    18. Hanse Merkur – befriedigend
    19. UKV – befriedigend
    20 – BBKK – ausreichend

Lediglich die letzte Private Krankenversicherung wurde 2015 mit der Note ‚ausreichend‘ ausgezeichnet. Alle anderen überzeugten mit einem weitestgehend guten oder sehr guten Ergebnis. Empfehlenswert ist es jedoch, für sich selbst einen Test zu unternehmen, denn nur so kann man sich einen plastischen Eindruck über die private Krankenversicherung vermitteln.

Krankenversicherungen Jahressentgeltgrenze 2016

Für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist bei Arbeitnehmern eine Jahresarbeitsentgeltgrenze von 54.900 Euro erforderlich, um die Versicherungspflicht aufzulösen. Die PKV verlangt jedoch noch mehr. Anhand von einem Test 2015 ist es möglich, sich über die privaten zu informieren, wenn man sich privat versichern möchte. Dazu sollte man die Beitragsbemessungsgrenze beachten, sofern das Jahresarbeitsentgelt stimmt. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung sollte 2015 durchdacht sein, um dem Risiko zu entgehen, später wieder in die GKV zu wechseln.

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