Private Krankenversicherung Wechsel 2016

Private Krankenversicherung Wechsel – Die passende Krankenversicherung kann Ihnen helfen, Geld zu sparen und eine bessere Versorgung zu bekommen. In Deutschland sind neun Millionen Menschen in der PKV (Private Krankenversicherung) versichert. Die Mehrheit ist in der GKV – also gesetzlich – versichert. Ein Wechsel zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Krankenversicherung oder zwischen den PKV-Tarifen ist nicht einfach, aber möglich. Hier erfahren Sie, ob ein Wechsel für Sie in Frage kommt und worauf Sie achten müssen.

Tarif oder Krankenkasse – Warum auch noch in 2015 wechseln

Gerade in den Leistungen unterscheiden sich die privaten und die gesetzlichen Versicherer erheblich voneinander. Und auch was die Kosten angeht, lassen sich hunderte Euro sparen: Nicht nur wenn sie von der GKV in die PKV wechseln – auch wenn sie den Tarif bei ein und demselben Versicherer wechseln. Wenn die Höhe der monatlichen Beiträge ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt, können Sie auch in den Basistarif umsteigen. Egal bei welchem Versicherungs-Unternehmen sie eine Versicherung in diesem Tarif abschließen: Die Kosten müssen mit denen, die eine gesetzliche Krankenkasse erheben würde, vergleichbar sein und richten sich nur nach Alter des Eintritts und Geschlecht.

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Tarifwechsel innerhalb der PKV

Wenn eine private Krankenkasse ihren Monatsbeitrag anhebt, hat der Versicherte die Möglichkeit zu wechseln: Beim Wechsel in einen günstigeren Tarif des gleichen Anbieters lassen sich bis zu 500 Euro sparen, wie Stiftung Warentest ermittelt hat. Die Versicherten haben es jedoch nicht immer einfach, ihren Tarif zu ändern, obwohl diese Möglichkeit gesetzlich vorgeschrieben ist. Oft ist es für die Versicherten möglich, trotz niedrigerem Beitrag ähnliche Leistungen zu erhalten. Das ist für die Privat Versicherer natürlich ein Nachteil: Kunden die in günstigere Tarife wechseln, bedeuten niedrigere Einnahmen und steigende Kosten. Deshalb machen die Versicherer ihren Kunden den Tarifwechsel manchmal schwer.

Informationen zum PKV Tarifwechsel einholen

Trotzdem sollten sich Kunden nicht abschrecken lassen. Sie sollten sich bei steigenden Beiträgen auf jeden Fall informieren ob sie den PKV Tarif wechseln können, um deutlich weniger zu zahlen. Sie können sich natürlich beim Versicherer selbst erkundigen. Egal ob sie anrufen oder schreiben, die Antwort wird vermutlich ähnlich ausfallen: Man wird Ihnen von einem Wechsel abraten. Zahlreiche Artikel in den Medien weisen darauf hin, dass Personen, die von ihren Krankenkasse Informationen zum Tarifwechsel erhalten wollten, nicht umfassend über ihre Möglichkeiten aufgeklärt worden sind. Der Spiegel berichtet gar von einem Versicherten, dem falsche Auskünfte erteilt wurden und der im neuen Tarif bei ähnlichen Leistungsumfang 230 Euro weniger im Monat zahlen musste. Es ist also wichtig, sich unabhängige Informationen einzuholen.

Wechsel GKV in die PKV – Angestellte nur ab einem bestimmten Einkommen

Es gibt bestimmte Voraussetzungen für den Wechsel von der GKV in der PKV und zurück. Angestelle sind zunächst verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern. Überschreiten sie jedoch die Versicherungspflichtgrenze – das bedeutet, verdienen sie monatlich mehr als einen gesetzlich festgelegten Betrag, für das Jahr 2013 sind das 4.350 Euro – dürfen sie sich privat versichern. Diese PKV-Einkommensgrenze wird auch Jahresentgeltgrenze genannt, wenn sie jährlich berechnet wird. Sie gilt im Übrigen nicht für die meisten Freiberufler, Selbstständigen und Beamten. Für diese Gruppen ist die Private Krankenversicherung freiwillig und einkommensunabhängig.

Wechsel von der PKV in die GKV – Eine Rückkehr ist schwierig

Hat sich ein gesetzlich Versicherter einmal entschieden, in die PKV zu wechseln ist die Rückkehr nicht einfach. Daher sollte der Wechsel wohl bedacht sein. Zu beachten ist auch, dass die über die Jahre angesammelten Altersrückstellungen verloren sind, wenn der Wechsel in eine neue gesetzliche Kasse erfolgt. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung werden grundsätzlich keine Rückstellungen für höhere Kosten im Alter zurückgelegt. Stattdessen wird die Last auf alle Mitglieder verteilt, das heißt die Jüngeren zahlen für die Älteren mit. Wäre ein Wechsel ohne weiteres möglich, könnte man in jüngeren Jahren von den günstigen Tarifen der Privatversicherung profitieren und im Alter zur günstigeren gesetzlichen Versicherung wechseln. Aus diesem Grund ist die Rückkehr in die GKV schwierig, wenn sich ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger einmal für die PKV entschieden hat. Für wen die Versicherungspflicht in der GKV also nicht gilt, sollte sich dennoch gut überlegen, für welche Versicherungsform er sich entscheidet.

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Wechsel PKV zu GKV – Voraussetzungen

Wechsel in die GKV für Arbeitnehmer:

Die Einkünfte liegen mindestens ein Jahr unter der Versicherungspflichtgrenze (2016 beträgt diese 56.250 Euro)
Oder es wird Arbeitlosengeld (ALG) bezogen.
Wer sich allerdings von der Versicherungspflicht befreien hat lassen, verliert den Anspruch auf den Wechsel. Diese Befreiung wird auf Antrag des Privat- Versicherten gewährt, wenn sein Einkommen unter die Versicherungspflichgrenze gesunken ist, er seine PKV aber behalten möchte.

Wechsel in die GKV für Selbstständige:

Wechsel von der freien Tätigkeit in ein Angestellten-Verhältnis und Einkommen unter der Versicherungspflichgrenze.
Aufgabe der Selbstständigkeit und Wechsel in die Familienversicherung des Partners/der Partnerin.

Wechsel in die GKV für Studenten oder Berufsanfänger:

Zum Berufsanfang ist es immer möglich, zwischen den Versicherungen neu zu entscheiden. Wer bisher privat versichert war kann ohne größere Probleme in die gesetzliche Kasse wechseln.
Auch wer als Student bisher zu den Kunden einer Privatversicherung gehört hat, kann zur gesetzlichen Versicherung wechseln. Das lohnt sich für Berufsanfänger, deren Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Aber auch wenn es höher ist, ist ein Wechsel möglich.

Aber Achtung! Generell ist der Wechsel grundsätzlich nur bis zum Alter von 55 Jahren möglich. Ab dem 55. Lebensjahr ist es sehr schwierig, die Versicherung zu wechseln. Es gibt zur Zeit nur wenige Ausnahmen zu dieser Regel. Für einen Wechsel ist in jedem Falle (unabhängig vom Alter) eine bestehende Versicherungspflicht notwendig.

Rückkehr GKV – Altersrückstellungen gehen verloren

Personen, die diese Voraussetzungen erfüllen und wechseln möchten, sollten sich jedoch im Klaren sein, dass Sie die Rückstellungen fürs Alter wenn sie in die GKV zurückkehren. Der Gesetzgeber hat darauf geachtet, keine Anreize für einen Systemwechsel zu schaffen, da die GKV sonst eine unverhältnismäßige Last zu tragen hätte: Weil für ältere Versicherungsnehmer die PKV Tarife steigen, wäre für sie ein Wechsel in die gesetzliche Versicherung lohnenswert.

Wechsel zur GKV – Nachteile

Bei einem Wechsel in die GKV ist auch damit zu rechnen, die vielen Vorteile die Privatpatienten haben, zu verlieren: Das Recht auf die Behandlung durch den Chefarzt, hohe Zuschüsse zu Zahnersatz, Beitragsrückerstattung – All dies gibt es für gesetzlich Versicherte nicht. Zudem werden die Bedingungen hier von der Politik geregelt, d. h. was übernommen wird und was nicht, unterliegt ständigen Änderungen durch den Gesetzgeber.

Alternative zum Wechsel in die GKV – Der Basistarif

Wer jedoch Sorgen hat, die Rechnungen vom Arzt nicht mehr bezahlen zu können, weil er nicht in die gesetzliche Versicherung wechseln kann, für den gibt es eine klare Entwarnung. Denn mit der Einführung des Basistarifs gibt es eine Alternative zum Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung. Der Basistarif wurde Anfang 2009 in Deutschland eingeführt, die privaten Kassen sind gesetzlich verpflichtet ihn anzubieten. Er liegt, was den Beitrag angeht, in etwa auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen und darf diesen Höchstbeitrag nicht überschreiten. Somit ist eine Rückkehr in die GKV nicht nötig, zumal der Basistarif oft die besseren Leistungen bietet. Wer vorübergehend in finanzielle Schieflage gerät, muss auch nicht befürchten, seine Mitgliedschaft in der PKV zu verlieren. Unter bestimmten Bedingungen kann man in den sogenannten Notlagentarif wechseln. Hier sind hohe Nachlässe und staatliche Zuschüsse möglich.

Wechsel in einen günstigeren Privattarif

Der Tarifwechsel stellt also einen guten Weg dar, wie der Kunde beim gleichen Versicherer zu günstigeren Konditionen versichert bleiben kann. Wenn eine Beitragserhöhung ansteht – und das können auch schon einmal mehr als zehn Prozent sein – hat jeder Kunde hat das Recht, in einen anderen Tarif zu wechseln. Dies garantiert der Paragraf 204 des Versicherungsvertragsgesetzes. Oft ist es möglich, ohne größere Leistungseinbußen den neuen Tarif zu wechseln. Möchte man besonders viel Geld sparen, kann man auf bestimmte Leistungen ausdrücklich verzichten.

Keine Nachteile durch einen PKV Tarifwechsel

Bleibt man bei einem Anbieter und wechselt lediglich in einen günstigeren Tarif, bleiben die Altersrückstellungen auf jeden Fall erhalten. Auch eine erneute Gesundheitsprüfung muss nicht durchgeführt werden. Der Gesundheitszustand darf nur für im Hinblick auf Leistungen überprüft werden, die ausgeweitet werden sollen. Um keine Nachteile durch den Tarifwechsel zu haben, sollten privat Versicherte aber ganz genau hinschauen: Leistungseinbußen finden sich oft im Kleingedruckten. Man sollte sich also sehr genau informieren bei einem PKV Tarifwechsel.

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Wechsel PKV Anbieter – Lohn sich nur für die wenigsten

Wer zwischen Anbietern wie DKK, Allianz, Axa, Debeka (und allen anderen Privatversicherern) wechseln will, der hat es seit dem 1. 1. 2009 etwas leichterer. Privatversicherte, die nach diesem Stichtag ihre private Krankenversicherung abgeschlossen haben, können nämlich ein Teil ihrer Altersrückstellungen behalten. Langjährige PKV Versicherte, die ihren Vertrag davor abgeschlossen haben, gehen leider leer aus: Sie verlieren die Altersrückstellungen – für sie lohnt sich ein PKV Anbieter Wechsel also nicht wirklich. Zudem wird der neue Anbieter eine Gesundheitsprüfung durchführen, was mit steigendem Alter zu höheren Beiträgen führt, da steigende Risiken einkalkuliert werden müssen.

Private Krankenversicherung Wechsel

Sie können auf jeden Fall mit mindestens gleichen, in aller Regel aber viel besseren Leistungen rechnen, wenn sie in einer privaten Krankenkasse Mitglied werden. Im Gegensatz zur gesetzlichen Kasse können privat Versicherte viele Euro sparen, da privaten Kassen Kosten erstatten, wo gesetzliche Kassen hohe Zuzahlungen verlangen. Wer privat versichert ist, kann sobald die Beträge steigen, zu einem vorteilhafteren Tarif innerhalb der Versicherung wechseln ohne dabei nennenswerte Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Ein private Krankenversicherung Wechsel in eine andere Versicherung ist aufgrund der steigenden Kosten im Alter und des (zumindest teilweisen) Verlustes von Rückstellungen nur selten sinnvoll. Statt die Krankenkasse zu wechseln empfiehlt es sich auf jeden Fall, nach einem günstigeren Tarif zu suchen.

Wenn Sie also eine umfangreiche private Krankenversicherung  haben wollen, lohnt sich ein Wechsel auf jeden Fall. Beachten Sie aber unbedingt: Eine private Kasse zu verlassen, um Mitglied in der GKV zu werden ist sehr schwierig und nur unter wenigen Voraussetzungen überhaupt möglich. Der Wechsel in eine private Krankenversicherung sollte daher wohl überlegt sein, auch wenn er viele Vorteile mit sich bringt. Hier geht es zum 2016er Testbericht.

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